Guild Wars 2 Beta Resümee

8 Overall Score
Grafik: 8/10
Events: 9/10
Kampfsystem: 9/10

Dynamische Welt, Nekromant

Luckfaktor, Marktplatz

In drei Betawochenenden und zwei Stresstests konnten wir alle Guild Wars 2 etwas genauer unter die Lupe nehmen und mittlerweile alle 5 Völker und natürlich auch alle 8 Klassen anspielen, die mit dem offiziellen Release am 28. August 2012 (Headstart: 25. August 2012) zur Verfügung stehen werden.

Grund genug für Fluffy, sich noch einmal genauer mit den Eindrücken und Erlebnissen der Beta auseinanderzusetzen und eine umfassende Zusammenfassung in Form eines Resümees über das Erlebte zu verfassen.

Der folgende Artikel beschäftigt sich nicht nur mit persönlichen Erfahrungen, der für uns alle spielbaren Beta-Version von Guild Wars 2, sondern bildet stattdessen ein komplettes Fazit, welches auf alle positiven, aber natürlich auch negativen Aspekte des Spiels eingeht.


Einleitung 2 Klassen 3 Charaktererstellung 9 Builds, Traits und Skills
Völker 2.1 Dieb 4 Persönliche Charaktergeschichte 10 Crafting-System
1.1 Asura 2.2 Elementarmagier 5 Startgebiete 11 Erfolgssystem
1.2 Charr 2.3 Ingenieur 6 Dynamisches Ereignissystem 12 Edelsteinshop
1.3 Menschen 2.4 Krieger 7 Dynamische Events Schlusswort
1.4 Norn 2.5 Mesmer 8 Kampfsystem
1.5 Sylvari 2.6 Nekromant 8.1 Rollenverteilung
2.7 Wächter 8.2 PvE / Dungeons
2.8 Waldläufer 8.3 PvP
8.4 WvW

Einleitung

Der offizielle Release von Guild Wars 2 am 28. August 2012 rückt immer näher und viele Spieler hatten bislang die Möglichkeit, die Welt von Tyria in bereits vergangenen Beta-Wochenenden, sowie Stresstests zu erkunden.

Es ist deutlich geworden, dass sich Guild Wars 2 von seinem Vorgänger absetzt und somit auch viele Veränderungen mit sich bringen wird.

Die gesamte Welt in Guild Wars 2 reagiert auf Taten und Entscheidungen der Spieler und bildet somit ein äußerst dynamisches Ereignissystem. Doch wollen wir nun erst einmal ganz von vorne anfangen.

1 Völker

In Guild Wars 2 stehen euch 5 Völker zur Auswahl. Hierbei ist es jedoch nicht wichtig, mit welcher Rassen/Klassen-Kombination ihr spielt, da die Völker an sich in Kombination mit einer bestimmten Klasse euch nicht einen so großen Vorteil verschaffen, wie in manch anderen Spielen. Jedoch hat jedes Volk in Guild Wars 2 unterschiedliche Eigenschaften, Fähigkeiten, Geschichten und auch Probleme, die es zu lösen gilt.

1.1 Asura

Die Asura sind zwar was ihre Körpergröße betrifft klein, jedoch ein hochintelligentes und technisch versiertes Volk. Sie leben in einer gewaltigen Metropole des Maguuma-Dschungels namens Rata Sum. Dort forschen sie an ihrem Studium der ewigen Alchemie in drei Teilbereichen.

  • Statik – Teilgebiet der Mechanik, welches sich mit Kräften im unbewegten System beschäftigt
  • Synergetik – Lehre vom Zusammenwirken von Elementen innerhalb eines komplexen und dynamischen Systems
  • Dynamik – Teilgebiet der Mechanik, das sich mit der Wirkung von Kräften befasst

Die Asura schauen eher arrogant auf andere hinab, die nicht ihrem Volk angehören. Innerhalb ihres Volkes schauen sie nur zu denjenigen hinauf, die viele wichtige Projekte erfolgreich abgeschlossen haben, oder als Experten in einem Forschungsgebiet gelten.

1.2 Charr

Die Charr, die vom Körperaufbau her an Menschen, von ihrem Kopf und Fell an einen Stier und durch ihre Hände, Füße und Klauen an Löwen erinnern, leben in Ascalon. Ihre Hauptstadt ist die schwarze Zitadelle. Ihr gesamtes Leben ist vom Krieg beeinflusst und somit sucht dieses Volk auch stetig den Kampf. Ihr Antrieb ist die zerstörerische Macht des Feuers und ihr eigenes Leben. Der Krieg und die Eroberung sind ihre Ziele. Den Charr kann es an Feinden nie mangeln und ihnen ist jede Art von Sieg recht. Dabei ist es egal, ob er durch einen Hinterhalt, oder einen erbitterten Kampf mit Klauen und Zähnen ergattert wird, denn ausschließlich ein Sieg zählt. Sobald ihr Volk nicht im Kampf ist, rüsten sie sich für diesen, denn sie sind ausgezeichnet am Amboss und ihre totbringenden Waffen und Kriegsmaschinen sind allgemein gefürchtet.

 

Die gesellschaftliche Struktur der Charr ist in vier Legionen unterteilt.

 

Die Asche Legion, die Blut Legion und die Eiserne Legion leben allesamt in einem Bündnis miteinander. Die vierte, die Flammen-Legion, welche aus religiösen Fanatikern und Verrätern besteht, hat sich gegen ihr eigenes Volk gewandt.

1.3 Menschen

Die Menschen sind durch ihre durch düstere und schwierige Vergangenheit geprägt. Sie wurden oft auf die Probe gestellt, indem sie ihre enorme Tapferkeit, wie auch ihren unbeirrbaren Willen, unter Beweis gestellt haben. Sie haben oftmals für ihre Sicherheit und Freiheit teuer bezahlt, dennoch blieb ihr Geist und Glaube unerschüttert. Nun gehören sie in Tyria zu einem edlen und stolzen Volk.

Einst waren die Menschen das mächtigste Volk Tyrias, ihre Königreiche umfassten den gesamten Kontinent, allerdings verloren sie in den letzten Jahren stark an Macht und zugleich den Großteil ihrer Reiche. Als Heimatland blieb ihnen nur noch Kryta und ihre größte Stadt Götterfels übrig.

 

Selbst in den düstersten Zeiten glaubten sie immer noch an ihre alten Götter, obwohl diese keine Präsenz mehr zeigten. Wäre der Einsatz und er Mut der Menschen nicht gewesen, wäre ihre Flamme vermutlich längst erloschen. Sie sind entschlossen, für ihre Götter, ihrer Königin und den Traum von einer besseren Zukunft für die gesamte Menschheit zu kämpfen und sich all den widrigen Umständen und ihren Feinden entgegenzustellen.

1.4 Norn

Die Norn, ein kriegerisches Jäger-Volk aus den hohen Norden Tyrias, deren Heimat die Zittergipfelberge bzw. das Dorf Hoelbrak sind, sehe zwar aus wie Menschen, sind aber von ihrer Größe und Statur um einiges überragender. Sie sind der Überzeugung, dass Mut und Tapferkeit die wichtigsten Tugenden seien. Ein möglicher Grund, weshalb sie einen Anführer als solchen nicht ansehen, sondern sich lieber selbst führen. Des Weiteren bauen sie sich keine Städte, sondern bevorzugen es eher an Lagerstätten zu hausen, oder kleine Dörfer zu gründen.

 

Norn beten Naturgeister an, einer davon ist die große Bärin, die ihnen die Fähigkeit geschenkt hat, sich in einen Bären zu verwandeln. Jedoch ist diese nicht die einzige Gestalt, denn sie können sich die Kraft ihrer heiligen Totemtiere zu Nutze machen, um sich neben dem Bär auch in einen Raben, Wolf oder Schneeleoparden zu verwandeln.

1.5 Sylvari

Die Sylvari sind das jüngste Volk Tyrias. Sie leben im südlichen Teil des Maguuma-Dschungel, in dessen Umgebung auch die Asura beheimatet sind, in der Arborbucht, bzw. im Hain. In diesem Gebiet ist ein seltsamer Baum herangewachsen, aus dessen Kokons die Sylvari geschlüpft sind. Sie sind demnach ein Volk, das direkt aus der freien Natur stammt, keine Kultur besitzt, jedoch mit einem wachen Gemüt nach Abenteuern sucht. Hass oder Neid ist ihnen ein Fremdwort, denn Sylvari verhalten sich stets freundlich.

 

Etwas, das alle Sylvari verbindet, ist ein gemeinsamer Traum der tief in ihnen sitzt und alle die jeweilige Lage ihres Volkes spüren lässt.  Die Verbindung mit der Natur lässt die Sylvari alles was wächst und blüht schätzen, denn dies ist ihre Familie. Mit der Zeit und Inspiration der heiligen Ventari-Tafel errichteten sie sich eine Stadt in ihrem Wald. Diese Stadt besitzt eine Präsenz von Magie, die man spürt, sobald man diese betritt. Die Sylvari besitzen zudem einen eisernen Willen, gute Dinge zu vollbringen, wobei ihnen diese Präsenz sehr von Nutzen ist.

 

Allerdings gibt es auch bei den Sylvari eine Schattenseite, denn einige von ihnen haben sich einen Albtraum unterworfen. Unter der Erde befindet sich ein Hof, an dem dieser Albtraum geträumt wird und versucht, die Sylvari zu manipulieren. Das eigentlich naturnahe Volk muss diesen Albtraum stoppen, bevor ihr Baum verdirbt.

2 Klassen

Insgesamt stehen euch 8 Klassen zur Verfügung. Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass jede Klasse mit jeder Rasse kompatibel ist und ihr euch somit nicht in der Auswahl einschränken müsst.

Jede Klasse lässt sich sehr dynamisch spielen und selbst prädestinierte Nahkämpfer können mit dem richtigen Build und einer entsprechenden Waffe als Fernkämpfer gespielt werden. Außerdem hat jede Klasse spezielle Fertigkeiten.

2.1 Dieb

Er ist im Nahkampf tödlich. Als Meister der Tarnung liebt der Dieb es, den Überraschungsmoment auskosten zu können. Die negativen Aspekte, die vor allem was seine Rüstung und Gesundheit angeht, macht er durch seine Schnelligkeit und Gewandtheit wieder weg. Diebe bewegen sich im Schatten, können sich plötzlich in Luft auflösen und gestohlenen Gegenstände, die er Gegnern entwendet hat, als Waffe einsetzen.

Im Kampf verlässt der Dieb sich auf seine Initiative, von der ihm zehn Initiativpunkte zur Verfügung stehen und von denen er pro Sekunde einen zurückgewinnt. Seine Waffenfertigkeiten kosten diese Punkte, da der Dieb keine Aufladezeit zwischen den Angriffen benötigt, wie andere Klassen. Somit können Attacken von ihm sofort wieder eingesetzt werden. Dadurch ist es möglich, sich zu jedem Zeitpunkt alle Optionen offen zu halten und rasend schnelle Abfolgen von Angriffen zu starten.

Eine weitere Fertigkeit, die der Dieb besitzt, ist das Stehlen. Dadurch kann er an mächtige Umgebungswaffen gelangen, je nach bestohlenem NPC oder Spieler. Als Beispiel kann er von einem Moa eine Hand voll Federn ergattern, die er dann seinen Feinden entgegenschleudern kann, wodurch diese geblendet werden.

2.2 Elementarmagier

Seinem Willen beugen sich die zerstörerischen Naturgewalten Feuer, Erde, Wasser und Luft. Was dem Elementarmagier an physischer Widerstandsfähigkeit fehlt, macht er durch seine Fähigkeiten wieder gut, indem er mit nur einem Angriff schweren Schaden anrichten kann.

 

Anstatt Waffen zu wechseln, kann sich der vielseitige Elementarmagier schnell auf neue Gefahren einstellen, indem er sich auf ein geeignetes Element einstimmt. Für jedes Element erhält er einen jeweiligen Bonus, der ihn dauerhaft stärkt.

  • Feuer – fügt mehreren Feinden Brandschaden zu, indem Elementarmagier den Boden in Brand setzen, oder geschmolzenes Gestein vom Himmel regnen lassen. Außerdem wird jedem Feind Flammenschaden zugefügt, der ihm zu nah kommt
  • Wasser – dient nicht zum puren Schaden austeilen, sondern mehr der Kontrolle seiner Gegner. Sie können rutschiges Eis erzeugen, um somit sicher zu stellen, dass der Kampf zu ihren eigenen Bedingungen ausgetragen wird. Außerdem werden Verbündete durch die Wasserattacken des Elementarmagiers geheilt
  • Luft – um möglichst konzentrierten Schaden an einzelnen Spielern auszuüben, kann sich der Elementarmagier die Kräfte von Wind und Blitzen zu Nutzen machen
  • Erde – diese Einstimmung verleiht dem Zaubernden automatisch Schutz. Das Element Erde bietet eine mächtige Verteidigung, indem sich der Elementarmagier den Boden unter seinen Füßen gemächtigt und Verbündete verteidigt

Elementarmagier verfügen außerdem über eine Reihe spezieller Zauberarten:

  • Glyphen – dienen dazu, die natürlichen Kräfte des Elementarmagiers zu verbessern, oder zu modifizieren.  Beispielsweise kann mit einer Glyphe der Schaden, die Reichweite oder die Dauer seiner Zauber erhöht werden
  • Siegel – können dem Elementarmagier einen dauerhaften Vorteil verleihen, aber auch aktiviert werden, um den Effekt zu verstärken. So kann ein Siegel das passiv wirkt, für eine erhöhte Schadenresistenz sorgen, wenn man es jedoch aktiviert, eine Welle aus Steinen auslösen, die in der Nähe befindliche Feinde betäubt
  • Beschwörungszauber – durch diese kann der Elementarmagier hilfreiche Gegenstände, sowie mächtige Waffen beschwören, die nicht nur er selbst, sondern auch andere Gruppenmitglieder benutzen können
  • Flächenzauber – dienen dazu, Gefahren und Chaos anzurichten. So kann der Elementarmagier beispielsweise Feuerwände errichten, durch die Feinde beim Durchqueren Schaden erleiden

2.3 Ingenieur

Sie unterscheiden sich grundlegend von vielen anderen Klassen, die man bereits in unterschiedlichen Spielen kennenlernen konnte. Ingenieure tüfteln gerne und besitzen eine Hand voll technischer Geräte, wie beispielsweise Sprengstoff, Elixiere und Gadgets, die sie einsetzen können. Sie können ein Gebiet unter Kontrolle halten, indem sie Geschütztürme aufstellen, Verbündete mit alchemistischen Waffen versorgen, oder ihre Feinde mit einer großen Auswahl an Minen, Granaten oder Bomben zu Grunde gehen lassen.

 

Sie können nur einen Waffensatz auf einmal verwenden, aber vervollständigen diesen mit besonderen Hilfs- und Heilwerkzeugen. Durch diese Werkzeuge verfügt der Ingenieur über besondere Waffen und Rucksäcke mit allerhand Fertigkeiten, welche die aktuellen Waffenfertigkeiten ersetzen.

  • Waffenwerkzeuge – durch diese Hilfsfertigkeiten bekommt der Ingenieur bei Aktivierung eine neue Waffe in seine Hände. So kann er sich beispielsweise einen Flammenwerfer herbeirufen, der zwar einen kurzen Wirkungsbereich, sowie Reichweite hat, jedoch einiges an Schaden austeilt
  • Rucksack-Werkzeug – Besondere Hilfswerkzeuge rufen bei Aktivierung einen Rucksack herbei, der die aktuellen Waffenfertigkeiten ersetzt. So kann der Ingenieur an ein Bombenwerkzeug kommen, welche mit unterschiedlichen Effekten platziert werden, wie z.B. Feuer, Rauch oder Erschütterung
  • Türme – können als unbewegliche, verbündete Vorrichtungen aufgestellt werden. Sie dienen der Verteidigung und Kontrolle von Gebieten. Der Ingenieur kann mit diesen Türmen interagieren und sie auch wieder einpacken, sowie bewegen. Es stehen verschiedene Arten von Türmen zur Auswahl, beispielsweise ein Donnerturm, der Schaden in einem bestimmten Wirkungsbereich austeilt. Es kann jeweils nur eine Art von Turm gleichzeitig aktiv sein
  • Werkzeuggürtel – dieser verleiht einen Satz an besonderen Fertigkeiten über der Waffenfertigkeitsleiste. Die Wirksamkeit und Funktionalität der Hilfs- und Heilerfertigkeiten werden verbessert.  Der Werkzeuggürtel kann zum Beispiel eine Selbstzerstörungsfertigkeit für Türme, oder eine Zündoption für alle Minen hinzufügen. Durch eine Kombination mit dem Granatenwerkzeug ermöglicht der Gürtel ein Granatensperrfeuer, in Kombination mit dem Medizinwerkzeug eine Selbstheilungsfertigkeit

2.4 Krieger

Krieger sind die unbestrittenen Meister der Waffen. Um im Kampf zu überleben, verlässt sich ein Krieger auf seine Geschwindigkeit, Kraft, Widerstandsfähigkeit und seine schwere Rüstung. Für seine Angriffe baut er Adrenalin auf und hält einiges an gegnerischen Angriffen aus.

 

Durch Adrenalin bezieht der Krieger seine Kraft und erhöht mit jedem Angriff seinen Schaden, während er seine Salvenfähigkeit aufbaut. Jedem Waffensatz ist eine Salvenfähigkeit zugeordnet, die vom Krieger ausgelöst werden kann, indem er seine aufgebauten Adrenalinstufen mit einem mächtigen Angriff verbraucht. Je höher die Adrenalinstufe, umso verheerender der Angriff.

 

Der Krieger hat, je nach Waffe die er an sich eignet, eine andere Spielweise. Zudem besitzt er eine Reihe an verschiedenen Fertigkeitsarten:

  • Haltungen – zu Lasten der Energieregeneration können mit dieser Fertigkeit Verbesserungen aktiviert werden. Wenn er beispielsweise die Berserkerhaltung aktiviert, kostet ihn das zwar Energierpunkte, jedoch erhält er dafür Adrenalinregneration
  • Ketten – geben dem Krieger zwei zusätzliche Waffenfertigkeiten in einem Waffensatz. Sie bestehen aus einer Reihe von drei Fertigkeiten, die sich einen Platz teilen und nacheinander ausgelöst werden können, wenn ihr euer Ziel trefft
  • Banner – durch die Banner, die der Krieger herbeirufen kann, hat er die Möglichkeit, seine Angriffskraft und die seiner Verbündeten zu erhöhen. Banner können aufgehoben und mit sich getragen werden
  • Schreie – sind Zauber, die allen Verbündeten im Radius Boni gewähren, oder Gegner Schwäche zufügen
  • Aufladbare Fertigkeiten – einige Fertigkeiten können durch das Gedrückthalten einer Taste aufgeladen werden.  Insgesamt können 4 Stufen erreicht werden, die immer mehr Schaden anrichten

2.5 Mesmer

Sie halten ihre Gegner mit Täuschung und Verwirrung in Schach. Als engster Verbündeter dient ihnen die Unentschlossenheit. Mesmer lenken mit Illusionen ihre Feinde ab und stellen sicher, dass ihnen nie einer von ihnen zu nah kommt. Das Ziel ihrer Kräfte und Taktikten ist ein ungerechter Kampf. Durch seine Illusionen entstehen Klone des Mesmer, was es sehr schwer für die Gegner macht, den richtigen Feind unter ihnen zu finden.

Ein geschickter Mesmer kombiniert alle seine Fähigkeiten aus einem dichten Netz von miteinander verbundenen Illusionen, Zuständen und illusionären Schadensquellen zu einem tödlichen Rätsel, das seine Feinde lösen müssen, um ihn und seine Verbündeten bezwingen zu können.

Der Mesmer besitzt zwei Arten von Illusionen:

  • Klone – Illusionen, die genauso aussehen, wie der Zaubernde. Sie tragen seinen Namen und imitieren sein Verhalten. Sie besitzen nicht viele Lebenspunkte und teilen nur wenig Schaden aus
  • Trugbilder – ebenfalls Illusionen, die wie der Zaubernde aussehen, jedoch über eigene Namen verfügen und spezielle Waffen tragen, die anders aussehen und zudem ein anderes Verhalten an den Tag legen. Trugbilder verfügen über mehr Lebenspunkte und fügen dem Gegner auch mehr Schaden zu

Des Weiteren verfügt der Mesmer über Mantras, die über zwei Phasen verfügen. Als erstes wird das Mantra aktiviert, welches über eine lange Wirkzeit verfügt. Der Fertigkeitenplatz dieses Mantras kann dann durch eine Fertigkeit ersetzt werden, die der Mesmer sofort einsetzen kann.

2.6 Nekromant

Der Nekromant praktiziert die dunklen Künste, macht sich die Macht der verlorenen Seelen zunutze, beschwört die Toten und entzieht Gegnern die Lebensenergie. Die Lebensenergie nutzt er, um Verbündeten vom Rand des Todes zu retten, oder sich selbst am Leben zu erhalten.

Er lebt vom Tod und Verfall und kann mit der Lebensenergie sein eigenes Dasein verlängern. Die Lebensenergie bezieht er mithilfe spezieller Fertigkeiten, sowie aus dem Töten und Attackieren von Gegnern. Insofern dem Nekromanten die Lebenspunkte ausgehen, ist er nicht angeschlagen, sondern er aktiviert automatisch die Fertigkeit Todesschleier. In dieser kann er weiterkämpfen, bis ihm die Lebensenergie ausgeht, oder er einen Gegner tötet. Anschließend kehrt er in seinen eigenen Körper zurück.

 

Der Nekromant hat vier spezielle Fertigkeiten:

  • Brunnen – durch diese Fertigkeit kann der Nekromant seine Umgebung kontrollieren. Brunnen können an der Position des Nekromanten erschaffen werden und wirken sich auf Ziele innerhalb des Wirkungsbereiches aus. Es kann jeweils nur eine Brunnen-Fertigkeit aktiv sein. Beispielsweise können Brunnen Mitspieler einen Regenerationsbonus verleihen, oder Gegner schwächen
  • Diener – sind untote Verbündete, die der Nekromant herbeirufen kann. Sie folgen seinem Befehlen und können Feinde angreifen, aber auch den Zaubernden heilen. Jeder Diener hat jeweils eine Fähigkeit, die er einsetzen kann, zum Beispiel um einen Feind bewegungsunfähig zu machen, oder sie explodieren und hinterlassen eine Giftwolke und teleportieren den Nekromanten zu sich
  • Zeichen – auf den Boden gewirkte Zauber, die eine Reihe starker Effekte haben. Beispielsweise können sie Verbündeten einen Regenerationsbonus gewähren und Feinden Schaden zufügen
  • Furcht – ist ein Zustand, der anderen Klasen verschlossen bleibt. Dieser bewirkt, dass Gegner für eine kurze Zeit die Flucht vor dem Nekromanten ergreifen

2.7 Wächter

Wie sein Name vielleicht schon erkennen lässt, beschützt der Wächter seine Verbündeten und ist ein eifriger Kämpfer, der mit mächtigen Tugenden Feinde richtet. Er gilt als ernstzunehmender Gegner. Dabei ist es egal, ob er beispielsweise mit einem Stab oder einem Zweihandhammer unterwegs ist.

Wächter  verfügen über passive Vorteile, die sie, um ihre Macht an Verbündete weiterzugeben, opfern können. Dies macht die Klasse sowohl bei Angriffen, als auch in der Verteidigung zu einer wertvollen Unterstützung im Kampf.

Die Macht, die Wächter im Kampf besitzen, beziehen sie aus drei Tugenden:

  • Mut – kann selbst schwere Schläge von Gegnern einfach abschütteln
  • Entschlossenheit – regeneriert passiv seine Lebenspunkte
  • Gerechtigkeit – verbrennt die Angriffe seiner Gegner

Außerdem verfügt der Wächter über eine Reihe von speziellen Fertigkeitsarten:

  • Geisterwaffen – können für eine begrenzte Zeit herbeigerufen werden, um eine Zeit lang an der Seite des Wächters zu kämpfen
  • Symbole – können auf den Boden gewirkt werden und fügen Feinden Schaden zu, oder verleihen Verbündeten einen Vorteil
  • Schutzzauber – ein markierter Bereich auf dem Boden, der von Gegner nicht überquert werden kann, während sich jedoch Verbündete frei darin bewegen können
  • Aegis – ein Segen, der den nächsten Angriff blockt, wenn man ihn entfernt. Mit der Tugend Mut erhält ein Wächter Zugriff auf diese Segen

2.8 Waldläufer

Er ist Herr zahlreicher Tiergefährten und Meister des Fernkampfs. Durch die Hilfe seiner Tiere kann er sich auf die Stärken und Schwächen seiner Gegner einstellen. Zudem ist ihm möglich, Feinde unbemerkt aus der Distanz mit seinem Bogen zu beschießen.

 

Waldläufer werden von ihren Tiergefährten begleitet. Sie zähmen ihre Tiere und bauen eine Verbindung zu ihnen auf. Insgesamt kann der Waldläufer über bis zu drei Tiergefährten verfügen, jedoch kann nur einer von ihnen zur gleichen Zeit aktiv sein. Die Lebenspunktzahl, Rüstung und Schaden der Tiere hängt von der Stufe ihrer Herren ab.

 

In Tyria gibt es zahlreiche Gattungen, die gezähmt werden können. Mit der Zeit wird ein Tiergefährte immer einzigartiger und ein Waldläufer kann ihnen Fähigkeiten verleihen, die seine Taktik ergänzen. Zudem lässt sich das Tier steuern, indem es auf Angriff oder auch komplett auf passiv gestellt wird.

 

Waldläufer können Fallen aufstellen, die an einem Ort platziert werden können, in dem er sich derzeit aufhält. Sobald ein Feind in diese tritt, wird die Falle ausgelöst. Außerdem verfügt er über die Fähigkeit, Naturgeister zu beschwören, die einen bestimmten Einfluss ausüben.

3 Charaktererstellung

Wie in fast jedem MMORPG steht auch bei Guild Wars 2 anfänglich die Charaktererstellung im Vordergrund. Mit dem dritten Betawochenende konnten erstmals alle Völker angespielt und von der breiten Masse an Spielern getestet werden.

Bei der Erstellung des Charakters fällt einem sehr schnell auf, dass die Charaktere sehr gut zu individualisieren sind. Man ist nicht darauf beschränkt, aus vorgefertigten Elementen zu wählen, wie z.B. Gesichtsform oder Augen, sondern kann frei mit Schiebern agieren. Selbst Merkmale wie die Kinnbreite, den Augenabstand oder die Form und Höhe der Nase sind frei wählbar.

Eine, meiner Meinung nach, doch sehr schönen Funktion, seinen Charakter das passende „etwas“ zu verleihen und diesen den eigenen Wünschen entsprechend anzupassen.

Allerdings besteht die Charaktererstellung nicht nur daraus, eine schöne und ansprechende Spielfigur zu gestalten, sondern sich auch mit der biografischen Geschichte dieser zu befassen. Schritt für Schritt müsst ihr euch durch einen kleinen Fragenkatalog blättern und Antworten dazu geben, wie ihr in bestimmten Situation entscheiden würdet, ob ihr in eher reichen oder armen Verhältnissen aufgewachsen seid oder welches eure erste Erfindung war. Wenn ihr euch durch die Fragen gearbeitet habt, bekommt ihr zum Ende eurer Erstellung noch einmal in Form eines Briefes alle Informationen über eure gewählten Werte.

Die Fragen sind jedoch nicht bei jedem Charakter gleich, sondern variieren, je nach Volk und Klasse, die ihr gewählt habt.

Des Weiteren haben die von euch gegebenen Antworten Einfluss auf die von euch erlebte Geschichte und auf die Eröffnungssequenz im Spiel.

4 Persönliche Charaktergeschichte

Eure persönliche Geschichte zieht sich wie ein roter Faden durch das komplette Spiel. Schon bei der Erstellung eures Charakters müsst ihr bestimmte biografische Informationen und Werte auswählen, die euch auf den ersten Pfad eurer ganz eigenen Geschichte führen, die jedoch nicht stetig linear bleibt. Während des Spielens werdet ihr immer häufiger auf Abzweigungen treffen, in denen ihr Entscheidungen zu treffen habt.

 

Je nach Volk, Klasse und euren gewählten Merkmalen kann die persönliche Charaktergeschichte sehr stark variieren. Schon zu Beginn an werdet ihr euren Mentor, eine legendäre Heldenfigur eures Volkes, kennenlernen und begleiten. Als Asura werdet ihr Zojja an eurer Seite haben, die Menschen Logan, Charr werden von Rytlock begleitet, Caith unterstütz die Sylvari und Eir steht den Norn zur Verfügung.

Eure persönliche Geschichte spielt in einem instanzierten Bereich, allerdings ist es auch möglich, dass eure Gruppenmitglieder an dieser teilnehmen, jedoch nicht über den Verlauf bestimmen dürfen.

5 Startgebiete

Nachdem man die Charaktererstellung hinter sich gebracht hat und seine individuelle Eröffnungssequenz bewundern konnte, steht man auch schon im Startgebiet seines gewählten Volkes. Jedes Gebiet hat einen gewissen Charme und bietet schon von Anfang an eine unheimlich schöne Umgebung.

Die Entwickler haben sich sehr viel Mühe mit dem Design gegeben und es gibt überall etwas zu erkunden und entdecken. Sehr schnell taucht man in die Spielgeschichte ein und trifft zudem relativ zeitnah auf die ersten Aufgaben, sowie dynamischen Events.

6 Dynamisches Ereignissystem

Ein großer und bedeutender Unterschied in Guild Wars 2 im Vergleich zu anderen MMORPGs ist, dass es die traditionellen Quests, wie man sie aus anderen Spielen kennt, gar nicht gibt. Das traditionelle Questsystem verläuft sich meist so, dass man mit seinem Charakter zu einem NPC, der ein Ausrufezeichen oder Fragezeichen über seinen Kopf trägt, laufen und diesen ansprechen muss, um zu erfahren, dass man eure Hilfe braucht, was eure Aufgabe ist und welche Begebenheiten in der Welt dazu führten. Sobald ihr diesen Dia- bzw. Monolog abgeschlossen und euch eurer Herausforderung gestellt habt, müsst ihr erneut einen NPC aufsuchen, bekommt nochmals eine Information durch einen Text, der beinhaltet, dass man euch für eure Hilfe dankt und dass ihr euch nun eine Belohnung für eure Mühe auswählen dürft.

Das traditionelle Questen wird es nicht geben, denn Guild Wars 2 basiert auf einem dynamischen Ereignissystem. In diesem wird es nicht eure Aufgabe sein, einen langen Text darüber zu lesen, was ihr tun müsst, sondern ihr seht selbst, was passiert. Wachen in den Städten rekrutieren Spieler, um in den Kampf gegen Drachen zu ziehen, Bewohner schreien panisch umher, dass ein Drache auf Beutezug ist und ihr seht, wie Gebäude in Flammen stehen.

Das Ziel dieses Systems ist, die Welt tatsächlich zum Leben zu erwecken. Die Welt reagiert dynamisch auf die Taten und Entscheidungen aller Spieler und verändert sich durch diese. Der Sinn ist es, eine dynamische Verkettung von Ereignissen zu hinterlassen, die eine bleibende Wirkung auf die Spielwelt haben, selbst wenn ein Ereignis in der zeitlichen Abfolge längst vorbei ist, seine Auswirkungen jedoch immer noch spürbar sind.

Natürlich sind längst nicht alle Quests so spektakulär wie die eben genannten, sondern es geht auch oft darum, einen Bauern auf seiner Farm zu helfen, indem man seine Kühe füttert oder Schädlinge bekämpft. Allerdings kommt es auch des Öfteren vor, dass man Rechenaufgaben lösen muss oder aufmerksam einem NPC lauschen sollte, um bestimmte Fragen oder Rätsel lösen zu können.

7 Dynamische Events

Es gibt über 2.000 dynamische Events in der gesamten Welt von Tyria. Sie sind neben dem Ereignissystem ein großer Bestandteil der Spielewelt und nehmen einen großen Einfluss auf diese.

 

Die Events bauen meist in einer Kette von Ereignissen aufeinander auf. So kann es vorkommen, dass eine Gruppe von Zentauren ein friedliches Dorf angreift und es in eurer Hand liegt, es zu verteidigen. Sollte euch dies nicht gelingen, übernehmen die Zentauren solange die Überhand über dieses Dorf, bis man es erfolgreich zurückerobert hat. Sobald dies geschafft ist treten weitere Ereignisse ein, so dass ihr beispielsweise einen Farmer des Dorfes zur nächsten Ortschaft eskortieren sollt.

Dazu kommt, dass in Guild Wars 2 alle Spieler miteinander und nicht gegeneinander kämpfen. Das bedeutet, dass niemand euch einen gegnerischen NPC klauen oder Quest-Camping betreiben kann. Zudem passen sich dynamische Events der Menge der teilnehmenden Spieler an. Umso mehr Spieler vor Ort sind, desto mehr und stärkere Gegner werden euch entgegentreten. Je stärker ihr euch selbst an einem dieser Events beteiligt, desto größer wird eure Belohnung sein, denn entsprechend eurer Leistung wird es unterschiedlich viel Gold, Erfahrung sowie Karmapunkte geben.

8 Kampfsystem

Nicht nur die Erstellung eures Charakters, die persönliche Geschichte und Events sind äußerst dynamisch und vielseitig, sondern auch das Kämpfen.

 

Es ist nahezu zwingend notwendig während eines Kampfes stetig in Bewegung zu bleiben, um Angriffen auszuweichen. Um trotz allem einen flüssigen Kampfablauf gestalten zu können, ist es möglich, nahezu jede Attacke auch im Laufen zu wirken.

 

Gerade das macht das Kampfsystem in Guild Wars 2 so reizvoll. Es ist nicht sinnvoll auf der Stelle zu stehen, stur seine Rotation zu drücken und gelegentlich nach links oder rechts auszuweichen, sondern eher wichtig, ständig in Bewegung und somit am Leben zu bleiben, um beständigen Schaden austeilen zu können. Des Weiteren sind auch spannende Unterwasserkämpfe in das Spiel implementiert worden.

 

Ein anderer interessanter Faktor ist, dass viele Angriffe verschiedener Klassen miteinander kombiniert werden können, um den Gesamtschaden zu erhöhen. So kann man beispielsweise seine Tiergefährten durch eine Giftwolke schicken, damit diese das Gift unter den Feinden verbreiten können, oder man schießt seine Pfeil durch eine Feuerwand, um somit einen Schwarm aus Feuerpfeilen zu erzeugen.

 

Des Weiteren findet ihr überall in der Welt sogenannte Umgebungswaffen. Diese können simple Glasfalschen sein, die auf dem Boden herumliegen und mit denen ihr auf eure Gegner einprügeln könnt, oder auch Felsen, die in den Händen von Elementarmagieren zu einem Meteorschauer verwandelt werden können.

8.1 Rollenverteilung

Die klassische Rollenverteilung eines MMORPGs, die Holy Trinity, wird es in Guild Wars 2 nicht geben. Das bedeutet, dass es keine Klasse geben wird, die nahezu ausschließlich tanken, heilen oder Schaden austeilen kann. Jede Klasse hat die Möglichkeit, sich selbst, sowie auch die Gruppe zu unterstützen und mit heilenden Fähigkeiten unter die Arme zu greifen.

 

Natürlich gibt es Klassen, die beispielsweise aufgrund ihrer schweren Rüstung mehr Schaden vertragen, als andere. Dennoch wird es keine expliziten Tanks im bisher bekannten Sinn geben. Jede Klasse hat zudem die Möglichkeit, Gegner zu kontrollieren, indem sie diese zum Beispiel zu Boden wirft, blendet oder bewegungsunfähig macht.

 

Sollte es doch einmal dazu kommen, dass ein Spieler kurzzeitig die Rolle eines Tanks einnehmen muss und somit alle seine Lebenspunkte verliert, stirbt er nicht sofort, sondern gilt als angeschlagen. Das heißt, dass ihr noch nicht ganz tot seid, sondern noch immer die Möglichkeit habt, am Kampfgeschehen teilzunehmen und euch zudem selbst zu heilen, um ggf. sogar ohne fremde Hilfe wieder unter die Lebenden treten zu können.

 

Sollte ein Spieler dennoch einmal komplett sterben, kann er von jedem anderen Mitspieler klassenunabhängig wiederbelebt werden. Das Wiederbeleben gestaltet sich mit mehreren Spielern zudem schneller.

8.2 PvE / Dungeons

Das PvE in Guild Wars 2 ist grundlegend anders, als in anderen MMORPGs und dennoch, oder aber gerade deswegen, sehr vielseitig.

 

Einen großen Teil des Spiels übt man in der normalen Welt aus. Einerseits nimmt man dynamischen Events teil, erlebt so einen großen Teil der Geschichte und andererseits gibt es Orte, die grafisch unheimlich schön in Szene gesetzt worden sind, oder auch Gebiete, in denen man Movement beweisen muss.

 

Mit dem dritten Betawochenende wurden uns erstmalig die Vista-Punkte präsentiert. Dies sind Orte, die meist nur durch das Absolvieren eines kleinen, im Schwierigkeitsgrad variierenden Jumping-Puzzles zu erreichen sind. Hat man den Weg zu diesen Punkten gefunden, kann man sich mittels einer Cinematic-Sequenz noch einmal die Umgebung, in der man sich aktuell befindet, bewundern. Außerdem erhaltet ihr Erfahrungspunkte und komplettiert die Gebietskarte ein Stück weiter.

Um die Karte eines Gebietes jedoch zu komplettieren müsst ihr nicht nur Vista Punkte ausfindig machen, sondern alle Herzchen-Quests erledigen, Wegpunkte erforschen, Wissenswerte Punkte aufsuchen, alle Skillpunkt-Challenges bestreiten und die jeweilige Karte des Gebietes aufdecken. Sobald ihr ein Gebiet fertiggestellt habt, bekommt ihr eine Belohnung in Form von Items, Gold und Erfahrungspunkten.

Jumping-Puzzles sind definitiv ein sehr netter Zeitvertreib, der in einigen Fällen auch Belohnungen oder Skillpunkte mit sich bringen kann. Zudem könnt ihr euer Movement einmal mehr unter Beweis stellen. Des Weiteren bieten einige Jumping-Puzzles auch Überraschungseffekte, wie beispielsweise Erdrutsche und damit verbundenes Wackeln der Kamera.

Des Weiteren bieten Mini-Spiele, wie beispielsweise die Fasskeilerei, eine abwechslungsreiche Beschäftigungsalternative.

Ein weiterer Bereich des PvE sind die Dungeons. In Guild Wars 2 wird es keine Raids, d.h. mehr als 5 Spieler, die sich gemeinsam einer instanzierten PvE-Herausforderung stellen können, geben, was die Definition des Endcontent sehr schwierig macht.

 

Doch selbst in den Dungeons seid ihr ein aktiver Bestandteil der Geschichte und erfahrt einiges über die Charakterikonen, die einst Teil der Klinge des Schicksals waren und euch auch in der persönlichen Geschichte zur Seite stehen.

 

Dungeons sind für 5 Spieler konzipiert und in jeweils zwei Schwierigkeitsgeraden zu bewerkstelligen. Den Story-Modus, der einem normalen Schwierigkeitsgrad angepasst ist und einen Forschungs-Modus, der für erfahrenere Spieler geeignet ist. Um im Forschungs-Modus antreten zu können, müsst ihr zuerst einmal den Story-Modus des Dungeons erfolgreich absolviert haben.

 

Des Weiteren unterscheidet sich der Forschungs-Modus grundlegend vom Story-Modus. Dort müsst ihr beispielsweise zwischen drei verschiedenen Wegen wählen, die ihr gehen könnt, habt andere Gegner gegen die ihr antreten müsst und durchlebt zudem auch eine komplett andere Geschichte, als im Story-Modus, da die des Forschungs-Modus auf dem des Story-Modus aufbaut.

 

Da Guild Wars 2 nicht das klassische Rollenverteilungssystem, sprich die „Holy Trinity“, übernimmt, wirken Kämpfe in Dungeons auf den ersten Blick sehr unstrukturiert und verwirrend. Doch gerade die Dynamik macht es unabdingbar, dass nicht nur das Movement jedes Einzelnen, sondern auch die Teamfähigkeit und der Support der Gruppe gut aufeinander abgestimmt ist.

 

8.3 PvP

Das strukturierte PvP in Guild Wars 2 unterscheidet sich ein wenig von dem, was wir bereits in anderen Spielen kennenlernen durften. So wird man, wenn man den Nebel, ein Gebiet zwischen dem PvE- und den PvP-Karten, betritt, automatisch auf Level 80 angehoben und kann direkt in den Player vs. Player Modus einsteigen. Man ist zudem direkt in der Lage alle Skills und Eigenschaften, sowie eine komplett perfekt Ausrüstung zu nutzen. Dies sorgt dafür, dass nur letztendlich nur Skill und Teamwork über den Erfolg entscheiden und nicht, wie in vielen anderen Spielen, die Ausrüstung.

 

Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Varianten des PvP:

  • 10 vs. 10 – per Zufall oder durch den Serverbrowser
  • 5 vs. 5 – strukturiert im Turniermodus

Im ersten Fall kann man einfach per Quickjoin in ein Spiel starten und wird von dort aus auch direkt in ein weiteres gebracht. Hierbei wird es vermeiden, dass sich im Voraus Teams bilden. Wenn man also einem Freund per Rechtsklick auf sein Avatar in der Gruppe folgt, wird man per Zufall einem der Teams zugewiesen.

Im Turniermodus beginnt man ein Spiel als Team bestehend aus fünf Spielern und bestreitet gemeinsam ein Turnier. In diesem sind immer 8 Teams vertreten. Besiegt man das Team der ersten Runde wird man automatisch gegen ein anderes Siegerteam antreten und befindet sich damit bereits im Halbfinale. Gewinnt man auch dieses Match trifft man auf ein Team, das ebenfalls bereits zwei Spiele in Folge gewonnen hat und spielt damit das Finale aus. Dem Sieger des Turniers winkt eine goldene Truhe, verliert man das Finale erhält man eine Silberne. In diesen Truhen sind zum einen Turniermarken, durch die man erneut an einem Turnier teilnehmen kann und ein wenig Equip, welches das Aussehen eures Charakters aufpolieren kann.

 

Zurzeit gibt es 3 verschiedene Karten. Das Battle of Khylo, der Wald von Nilfelhel und das Vermächtnis des Feindfeuers. Jede Karte hat 3 Capture Points, die erobert und gehalten werden müssen, um Punkte zu sammeln. Das Team, welches zuerst 500 Punkte erreicht, gewinnt die Runde. Dabei hat jede Karte ein paar Besonderheiten. Im Battle of Khylo gibt es beispielsweise auf jeder Seite einen Tribok, mit dem man die Capture Points beschießen und einen Teamfight komplett verändern kann. Der Wald von Nilfelhel hat zwei neutrale NPCs, welche beim Töten 50 Punkte und einen kleinen Buff geben. Im Vermächtnis des Feindfeuers gibt es eine kleine Festung mit einem Lord, welche man, ähnlich wie die Burgen im WvW, erstürmen muss, indem man das Tor zerstört und den Lord tötet. Dieser gibt 100 Bonus-Punkte.

 

Doch auch wenn man bereits das bestmögliche Equip für seinen Charakter erspielt hat, gibt es, neben dem puren Spielspass, drei weitere Beweggründe, trotz allem weiterhin am PvP teilzunehmen:

  • Ruhm – ist eine Währung, welche wir bei jedem PvP-Spiel erhalten. Es gibt einmal den gesammelten Ruhm und den Vorhandenen. Der gesammelte Ruhm ist aller Ruhm, den ihr jemals erhalten habt und spiegelt damit eine Art Titel wieder. Je mehr Ruhm man erworben hat, desto erfolgreicher hat man sich im PvP geschlagen. Der erhaltene Ruhm kann zudem ausgeben werden, um sich neue Ausrüstung zu kaufen
  • Style-Equip – den erworbenen, vorhandenen Ruhm kann man nutzen, um schönere Rüstungen zu kaufen, denn wer will schon mit dem PvP-Standardrüstungen herumlaufen, wenn er eine besonders schöne Rüstung tragen könnte. Diese Rüstungen sind zudem auch in den goldenen und silbernen Truhen enthalten, welche man in Turnieren erspielen kann
  • Verbesserung seiner Fähigkeiten und große Turniere – natürlich spielt auch die Verbesserung der eigenen Spielfähigkeiten eine große Rolle, um bei großen Turnieren Siege davontragen zu können. So plant ArenaNet Guild Wars 2 für verschiedene Online-Lige tauglich zu machen und dann große Turniere mit Preisgeldern zu veranstalten. Wie sich dies jedoch entwickeln wird, steht aktuell jedoch noch in den Sternen

8.4 WvW

Das World vs. World System stellt ein PvP-Gebiet dar, in dem drei Server gegeneinander antreten und um die Vorherrschaft kämpfen. Dabei kämpft man auf vier verschiedenen Karten mit jeweils ca. 200 Spielern gegen Vertreter der anderen Server. Jeder Server besitzt eine Heimatwelt und zusätzlich gibt es die ewigen Schlachtfelder, eine umkämpfte Karte, auf der jeder Server gleiche Voraussetzungen hat und in deren Mitte sich eine riesige Festung, die Burg Steinnebel, befindet. Wer diese Festung kontrolliert, hat meist auch die Vorherrschaft der Karte erlangt.

 

Das generelle Spielprinzip ist sehr einfach gehalten. Es gibt Burgen, Türme und Minen. Burgen geben am meisten Punkte, Minen am wenigsten. Es gibt alle fünf Minuten Punkte und der Server, der am Ende am meisten Punkte hat, entscheidet die Schlacht für sich. Das Besondere am World vs. World ist, dass eine Schlacht nicht nur ein paar Minuten oder vielleicht mal einige Stunde lang geht, sondern über 2 Wochen. Dadurch entstehen die unterschiedlichsten Möglichkeiten, eine solche Schlacht epischen Ausmaßes zu gewinnen.

 

Das Erstürmen und Erobern von Burgen es ist ein besonders reizvoller Faktor im WvW. Der Weg zu den Türmen wird jeweils durch ein Tor blockiert, welches zuerst einmal zerstört werden muss. Dies ist zwar nur durch das Attackieren mit normalen Waffen und Zaubern möglich, dauert aber sogar mit vielen Mitstreitern relativ lange. Um das Ganze zu erleichtern kann man sich mit Gold oder durch Belohnungen im World vs. World Belagerungswaffen kaufen. Belagerungswaffen sind nicht beweglich, mit Ausnahme des Golem-Anzugs und benötigen Vorräte, welche man zum Beispiel aus Minen gewinnen kann.

  • Flammenbock –  macht effektiven Schaden im Nahkampf. Er ist deshalb besonders wichtig, um Tore zu zerstören, jedoch auch sehr leicht zu bekämpfen
  • Tribock – zerstört besonders effektiv Tore und Wände einer Burg aus großer Reichweite. Triböcke sollten deshalb meist auf Bergen oder anderen Erhöhungen gebaut werden, um ihre Reichweite effektiv nutzen zu können
  • Katapult – ist ähnlich wie der Tribock gut, um Wände und Tore zu zerstören. Seine Reichweite ist jedoch deutlich geringer
  • Balliste – macht aus der Entfernung extrem viel Schaden an gegnerischen Spielern. Zudem macht sie guten Schaden auf Tore und kann deshalb sowohl offensiv, als auch defensiv genutzt werden
  • Pfeilwagen – ist die effektivste Verteidigungswaffe. Er macht großen Flächenschaden und ist damit besonders effektiv gegen Spieler. Seine Reichweite erlaubt eine gute Verteidigung von der Mauer aus
  • Golem-Anzug – macht besonders viel Schaden an Spielern, die sich in dessen Nähe aufhalten. Er eignet sich gut, um eine nah zusammenstehende Gruppe gegnerischer Spieler aufzulösen, weniger jedoch um eine Burg zu belagern, da er gerade durch Pfeilwägen und Ballisten sehr schnell zerstört werden kann

Um im World vs. World erfolgreich zu sein, muss man nicht zwingend mit vielen Mitspielern zusammenarbeiten. Zusätzlich zu den Burgen und ähnlichen Dingen gibt es auch neutrale Fraktionen, welche man für sich gewinnen und mit denen man gemeinsam Angriffe durchführen kann. Außerdem ist das effektive Einsetzten von Belagerungswaffen wichtiger, als eine große Ansammlung von Spielern. Mit der Einführung der NPC-Wachen, welche nun überall auf den Karten verteilt stehen, können sogar einzelne Spieler kleinere Bereiche für ihren Server beanspruchen. Durch das Heraufsetzten auf Level 80 sind Spieler mit geringem Level nur wenig benachteiligt. Lediglich Skills und Fertigkeitspunkte werden hier, anders als im strukturierten PvP, nicht angepasst, dafür ermöglicht das World vs. World allerdings auch das Leveln. Durch das Erobern von Burgen, Töten von Gegnern oder neutralen NPCs und das Verteidigen von Burgen kann man sogar von Level 1 bis zum aktuellen maximalen Level 80 aufsteigen. Zusätzlich bietet das WvW auch Jumping Puzzles und Fertigkeitspunkte, die sogar ein gewisses PvE-Feeling aufkommen lassen, sozusagen das Open-PvP System von Guild Wars 2.

9 Builds, Traits und Skills

Traits sind Eigenschaften, welche die Werte/Attribute eures Charakters verbessern, sowie Fertigkeiten modifizieren. Wenn ihr eine Reihe dieser Eigenschaften erreicht habt, werden diese zu wichtigen Schlüsselkomponenten bei der Erstellung eures gesamten Builds.

 

Eigenschafts- bzw. Skillpunkte erhaltet ihr durch Herausforderungen, die ihr absolviert. Diese sind überall in Tyria zu finden, beispielsweise müsst ihr einen Golem herausfordern und diesen besiegen. Für jede Klasse wird es ca. 100 Skillpunkte geben. Dies sind viel mehr, als ihr überhaupt an euren Charakter verteilen könnt, was nicht zuletzt daran liegt, dass ihr diese Punkte mit ansteigendem Level auch zur Herstellung von legendären Gegenständen nutzen könnt. Des Weiteren habt ihr zusätzlich ab Level 80 die Möglichkeit, weitere Eigenschafts- bzw. Skillpunkte freizuschalten, indem sich euer Erfahrungs- bzw. Level-Fortschritt in einen Eigenschafts- bzw. Skillpunkte-Fortschritt verändert.
Builds sind eine Kombination aus Eigenschaften, Fertigkeiten und Attributen. Ihr selbst müsst entscheiden, welche Eigenschaften eurem Spielstil am ehesten entsprechen. Jede Klasse hat spezifische Eigenschaftslinien zur Verfügung und jede dieser Linien hat eine bestimmte Menge an Haupt- und Nebenplätzen.

 

Euer Fertigkkeitsbalken hat insgesamt zehn Plätze. Die ersten fünf sind dabei abhängig von der aktuell gewählten Waffe und eurer Klasse. So können verschiedene Kombinationen an Skills entstehen, je nach Waffe und Nebenhand, die ihr aktuell tragt. Die restlichen fünf freien Plätze können von euch selbst bestimmt werden. Einer dieser Plätze für eine von drei individuell wählbare Heilungs-Fertigkeit eurer Klasse reserviert. Des Weiteren gibt es drei Slots für eure Utility– und einen Slot für euren Elite-Fertigkeit.

 

Außerdem habt ihr nicht von Anfang an alle Fertigkeiten mit euren Waffen freigeschalten. Diese werden erst nach und nach freigegeben, sofern ihr Gegner mit der entsprechend angelegten Waffe bezwingt.

10 Crafting-System

Insgesamt gibt es 8 verschiedene Berufe in Guild Wars 2, die ein Charakter alle erlernen, jedoch immer nur zwei gleichzeitig ausüben kann.

  • Juwelier – stellt Ringe, Amulette, Juwelen oder auch Schmuckstücke her
  • Küchenmeister – stellt Bufffood und Farben her
  • Konstrukteur – stellt magische Waffen, wie beispielsweise Stäbe, Zepter, Fokusse oder Dreizacke her
  • Lederer – stellt mittlere Rüstung und Taschen her
  • Rüstungsschmied – stellt schwere Rüstung und Taschen her
  • Schneider – stellt leichte Rüstungen und Taschen her
  • Waffenschmied – stellt Nahkampfwaffen, wie beispielsweise Dolche, Hammer, Schilder, Schwerter, Äxte, Streitkolben oder Speere her
  • Waidmann – stellt Fernkampfwaffen, wie beispielsweise Bögen, Gewehre, Pistolen oder Kriegshörner her

Charaktere haben jederzeit die Möglichkeit, einen Beruf, der aktuell ausgeübt wird, gegen eine Gebühr, zu zahlen in Gold, zu wechseln. Der Preis für das Verlernen eines Berufes steigt entsprechend des Levels des zu verlernenden Berufes an. Die bisher gemachten Fortschritte, wie beispielsweise erlernte Rezepte, werden dabei nicht zurückgesetzt.

 

Um erst einmal an die Rohstoffe für einen Beruf zu kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann diese entweder in ganz Tyria sammeln, durch Wiederverwertungskits an diese gelangen, indem man andere Gegenstände zerlegt, durch Handeln oder als gelegentliche Belohnung bzw. als Loot besiegter NPCs.

 

Eine Besonderheit in Guild Wars 2 ist es, dass das Sammeln von Rohstoffen nicht berufsabhängig ist, sprich ihr müsst kein Küchenmeister sein, um zum Beispiel Zwiebeln sammeln zu können, sondern jeder Spieler kann alle Materialien abbauen. Des Weiteren sind Rohstoffquellen nicht weg, wenn ein anderer Spieler diese vor euch abbaut, sondern sie stehen jedem Spieler individuell zur Verfügung. Auch hier zeigt sich wieder, dass man in Guild Wars 2 nicht gegeneinander, sondern miteinander spielt. Zudem benötigt man keinen bestimmten Skill-Level, um etwas abzubauen.

Um letztendlich auch die gesammelten Materialien verwerten zu können, müsst ihr euch an eine Crafting-Station eures jeweiligen Berufes begeben. Diese findet man in Städten oder auch in großen Außenposten.

 

Bei den jeweiligen Crafting-Stationen habt ihr zudem Zugriff auf eure Bank und könnt so problemlos die eingelagerten Rohstoffe in den dafür vorgesehenen Slots verwenden. Demnach sind euer Inventar und auch eure Bank, bzw. zumindest eure Sammelgegenstände, nahezu immer automatisch aufgeräumt und sortiert.

Sammelgegenstände, die sich in eurem Inventar befinden, können jederzeit mit einem Klick auf eure Bank verfrachtet werden. Dabei spielt es keine Rolle, wo ihr euch aktuell aufhaltet.

Jeder Beruf hat von Beginn an einige Basisrezepte. Somit könnt ihr belanglos anfangen, eure Rohstoffe zu wiederverwendbaren Materialien zu verarbeiten. Selbst Massenproduktionen gehen sehr schnell, da sich die Zeit pro hergestelltes gleiches Item immer wieder halbiert. Demnach geht die Herstellung extrem schnell und unkompliziert von der Hand.

 

Mit zunehmendem Berufslevel, schaltet ihr weitere Basisrezepte frei, doch viele müssen erst von euch entdeckt werden, indem man im Handwerksfenster bis zu vier Materialien miteinander kombiniert.
Sobald man eine geeignete Kombination gefunden hat, wird das Rezept gespeichert und ihr könnt immer wieder darauf zurückgreifen. Außerdem erhaltet ihr dafür eine Menge Erfahrung. Jedoch gilt auch, dass umso öfter ihr ein bestimmtes Item herstellt, desto weniger Erfahrungspunkte springen dabei für euch heraus.

11 Erfolgssystem

Selbstverständlich bietet Guild Wars 2 auch ein Erfolgs- bzw. Achievementsystem, in dem Charaktere Punkte oder auch Titel für verschiedene Aufgaben erspielen können.

 

So werden beispielsweise täglich absolvierte Events, das Sammeln von Rohstoffen und natürlich auch die Anzahl besiegter Gegner und Gegnertypen dem Charakter Punkte geben. Auch monatliche WvW-Siege, Events und Einsätze von Wiederverwertungskits, d.h. Gegenstände, die nicht mehr gebracht werden, können in nützliche Rohstoffe umgewandelt werden, aber auch das Überleben beim Leveln können eurem Charakter Punkte bringen.

 

Neben dem Bezwingen von unglaublich vielfältigen feindlichen NPCs, sprich Mobs, zählen auch der Fortschritt in der persönlichen Geschichte und Erfolge im PvP, WvW, das Erforschen der verschiedenen Spielgebiete, das Lösen von Rätseln und das Spielen mit verschiedenen Waffen zum Erfolgssystem in Guild Wars 2.

 

Auch Spieler, die ein MMORPG als eine Art Wirtschaftssimulation spielen möchten, können in einer ganz eigenen Kategorie Punkte für das Sammeln von Rohstoffen, durch die Herstellung von Gegenständen und das Leveln der Berufe Punkte erlangen.

 

Diese und viele weitere Möglichkeiten in Guild Wars 2 erlauben es, den Charakter nahezu niemals „fertig“ bzw. das Spiel „zu Ende“ gespielt zu haben, denn schlussendlich gibt es in Tyria immer etwas zu entdecken.

12 Edelsteinshop

Im Gegensatz zu vielen anderen MMORPGs basiert Guild Wars 2 nicht auf einem Abonnement-System, was bedeutet, dass ihr das Spiel nur einmalig kaufen müsst und dann so oft und viel spielen könnt, wie ihr eben wollt. Es werden keine nachträglichen Kosten entstehen, es sei denn, es kommen Expansions, also Erweiterungen, für Guild Wars 2 auf den Markt. Doch auch außerhalb dieser Expansions wird Tyria durch ein Live-Team regelmäßig mit neuem Content gefüllt.

 

Dennoch gibt es auch für Spieler, die etwas Geld in ihren Charakter bzw. Account investieren möchten, die Möglichkeit geben, sich Edelsteine im dafür vorgesehenen Shop zu erwerben.

 

In diesem können jedoch keine Gegenstände gekauft werden, die dem Charakter einen stark unfairen Vorteil gegenüber Spielern bieten würden, die sich dazu entschlossen haben, neben dem Anschaffungspreis kein weiteres Echtgeld in das Spiel zu stecken.

 

Des Weiteren ist es auch möglich, über im Spiel erwirtschaftetes Gold, dank der integrierten Währungsumtauschung Gold zu Gems, Gegenstände aus dem Gem- bzw. Edelsteinshop zu beziehen.

 

Der von NCSoft betriebene Edelsteinshop beinhaltet in verschiedenen Kategorien zum Beispiel modische Accessoires, Transmutationssteine, um Rüstungs-Outfits entsprechend seinen Wünschen anpassen zu können und eine Menge anderer Dinge, die jedoch auch durch das Spielen erworben werden können.

In der ganzen Welt droppen von Zeit zu Zeit beispielsweise sogenannte Mystische Truhen, die man mit einem Mystischen Schlüssel öffnen kann. Diese können entweder im Shop erworben, oder eben auch in der interaktiven Welt gefunden bzw. als Belohnungen erlangt werden. In den dazugehörigen Truhen befinden sich zudem in der Regel Gegenstände, die normalerweise nur über den Edelsteinshop erworben werden könnten.

 

Guild Wars 2 ist demnach weder Free2Play, denn man muss sich das Spiel einmalig kaufen, noch ist es ein Pay2Win-Spiel, denn massiv unfaire Gegenstände, die den Charakter einen unangemessenen Vorteil verschaffen würden, sucht man im Shop vergeblich. Zwar gibt es auch die Möglichkeit, durch sogenannte Boosts zum Beispiel mehr Erfahrung und Karma, die Belohnungswährung für abgeschlossene Events, zu erlangen, jedoch rechnet sich der Kauf nach einer einfachen Kosten-Nutzenabwägung nicht wirklich.

Schlusswort

Ich denke, dass ich hiermit genug geschrieben und ein umfassendes und ausführliches Fazit hinterlassen habe. Es gibt unglaublich viel worüber man noch schreiben könnte und es gibt genug Stellen, die man noch ergänzen könnte. Doch ich denke, dass mein Standpunkt zu Guild Wars 2 klar geworden ist und ich blicke schon voller Vorfreude auf den Release!

 

Special Thanks goes to: Cherti und Sputti!

Eure Fluffy

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